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Rückblick Kongress 2011

Trauma-Lasten

41. Davoser Kongress

In der Kurzform liest sich der Bericht wie folgt: Interessante Fortbildung mit hervorragenden Referenten, gut gelaunte, interessierte Teilnehmerinnen, spannende und entspannende Workshops, tolles Rahmenprogramm, gute Stimmung, exquisites Bankett, begeisternde After Party – super Wochenende!

Für alle, die es gerne etwas ausführlicher mögen:

Das «neue» Kongresshaus war den meisten Teilnehmerinnen schon ziemlich vertraut. Zielsicher strebten die MPA beim zweiten SVA-Kongress im erweiterten Gebäude dem neuen, wunderschönen Eingang
zu, holten sich bei den freundlichen Damen des check-in den Batch, die Tagungsdok mit der nützlichen Tasche und schon waren sie in der Ausstellung. Ohne Gedränge, Hektik oder nennenswerte Wartezeit und das trotz der fast 1100 Teilnehmenden…

Sie reisten grösstenteils aus dem Nebel ins sonnige Landwassertal und verfolgten, trotz schönstem Herbstwetter, die hochinteressanten Referate: HSW Beschleunigungstrauma, Neurorehabilitation, Komplementämedizinische Ansätze zur Traumaverarbeitung, Schädelhirntrauma, Freude macht Sinn – Hilfe zur Selbsthilfe, Kind und Trauma- Berichte aus dem Klinikalltag. Diese kleine und bei weitem nicht vollständige Übersicht über das von Claire Mauderli und Marianne Schenk wiederum sorgfältig zusammengestellte Programm, zeigt die Vielfalt der Themen.

Auch die grosse Industrieausstellung zeichnete sich durch ihre Vielfalt aus. Die Aussteller wiesen im Gespräch auf das grosse Interesse der MPA hin und auch auf die Ernsthaftigkeit, mit der sie sich über Neues informiert. Dies gilt für die überwiegende Mehrheit der Teilnehmerinnen, doch es gibt leider auch MPA, die sich ungefragt mit den ausgelegten Kugelschreibern, Post-it Blöcken, Schöggeli usw. bedienen und zwar nicht mit einem Stück, sondern «hampflewis». Sie machen auch vor Standdekorationen nicht halt; alles, was nicht niet- und nagelfest ist, wandert in die grossen Taschen. Dieses Verhalten, auch wenn es sich um Einzelfälle handelt, ist nicht akzeptabel und schadet dem guten Image der MPA! Die Aussteller sind grosszügig und durchaus auch bereit ein zweites Plüschtier (für das zweite Kind) abzugeben, wenn sie denn höflich darum gebeten werden…

Ein Höhepunkt der besonderen Art war das Bankett – die Vielfalt der fein zubereiteten Speisen, die schöne Präsentation und der aufmerksame Service – ein Genuss. Die Käsespezialitäten mit den fachkundigen, humorvollen Erklärungen rundeten das kulinarische Vergnügen besten ab. Nach dem feinen Dessert verschoben sich viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Banketts zur After Party, wo LJ Sedlar mit seiner samtigen Stimme und seinem virtuosen Gitarrenspiel begeisterte. Nach der wunderschönen Interpretation von «Me and Mrs. Jones» beendeten die Garderobenfrauen, die die restlichen Mäntel brachten, das Konzert. Zum grossen Bedauern von LJ und dem harten Kern der begeisterten Zuhörer. Wir hätten noch lange zugehört. Wie froh waren doch alle, um die «geschenkte» Stunde aufgrund der Umstellung auf Winterzeit.

Am Sonntagmorgen konnte man zwar trotzdem einige kleine Augen unter den vielen strahlenden im Kongresshaus ausmachen. Die Gewinnerinnen der vielen Wettbewerbe erzählten von den vielfältigen kostbaren Preisen. Sie, aber bestimmt nicht nur sie, werden auch beim 42. SVA-Kongress vom 2. bis 4. November 2012 wieder dabei sein, denn die Atmosphäre, der Austausch mit den Kolleginnen und die Vielfalt des Angebots an Fortbildungsthemen lassen uns alle auch nächstes Jahr wiederum nach Davos reisen.

Beatrice Birnbaum