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Liebes SVA-Mitglied


Im Newsletter finden Sie wiederum interessante Beiträge aus dem Arbeitsumfeld einer MPA. Wir wünschen Ihnen eine angeregte Lektüre.

 

40 STD. PRO WOCHE SCHUFTEN FÜR WENIGER ALS 4'335 FR.?

Viel mehr Arbeitnehmende als gedacht erhalten einen Tieflohn – betroffen sind vor allem Frauen im Detailhandel und der Gastronomie.

(Der Bund, 16. Juli 2019)


Erstaunlich, dass medizinische Assistenzberufe (MPA, TPA, DA) mit keiner Silbe erwähnt werden. Eine MPA verdient nach der Lehre laut Empfehlungen einen Mindestlohn von Fr. 4'050.-- x 13 bei einer Wochenarbeitszeit von 42 Stunden und 4 Wochen Ferien. Das ist eindeutig tiefer als 4'335.-.

Nicole Thönen, Zentralpräsidentin des SVA reagierte mit einem Leserbrief.

40 Stunden pro Woche schuften für weniger als 4335 Franken. 

Mit dieser Titelwahl haben auch Sie mich zum Weiterlesen gebracht. Es ist erschütternd, zu erfahren wie viele Arbeitnehmende zu einem Tieflohn angestellt sind. Leider geht die Realität noch weiter! Nicht nur der Detailhandel und die Gastronomie sind von diesem Lohndumping betroffen, sondern unter anderen auch der Gesundheitsberuf MPA; die Medizinische Praxisassistentin! 

Als Zentralpräsidentin des Berufsverbandes SVA – Schweizerischer Verband Medizinischer Praxis-Fachpersonen sehe ich mich dazu verpflichtet, den Leserinnen und Lesern mitzuteilen, dass auch der Beruf der MPA mit einer minimalen finanziellen Vergütung entschädigt wird. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit beträgt 42 Stunden und wird im Kanton Bern mit einer Minimallohnempfehlung der nach Ausbildungsabschluss von 4050 Franken beworben.

Die vielseitigen Handlungskompetenz-Bereiche einer Medizinischen Praxisassistentin umfassen das Organisieren und Administrieren der medizinischen Praxis, das Assistieren in der medizinischen Sprechstunde und Durchführen von diagnostischen Massnahmen, das Durchführen von Laboruntersuchungen und Beurteilen der Laborparameter, die Durchführung von bildgebender Diagnostik und Beurteilen der Bildqualität sowie das Ausführen von therapeutischen Massnahmen. 

Nicht zuletzt erwartet der Erkrankte dass die Medizinische Praxisassistentin bei Notfällen sofort richtig triagiert und reagiert, in hektischen Situationen stets den Überblick behält und gut gelaunt die Praxisabläufe weiterkoordiniert. Ohne Medizinische Praxisassistentin würde somit wohl kaum eine Arztpraxis funktionieren! 

Ich stelle mir die Frage, ob das immens grosse Aufgaben- und Verantwortungsspektrum der MPA in korrektem Bezug zum empfohlenen Minimallohn von 4050 Franken steht! Ist es möglicherweise mehr die Liebe zum Beruf und die Dienstleistung am Kunden, die im Vordergrund steht, und rückt damit eine anforderungsgerechte Entlöhnung eher in den Hintergrund?

Als SVA-Zentralpräsidentin und selbst Herzblut-MPA wünsche ich mir, dass in der Gesellschaft die Tatsache der tiefen Lohnniveaus auch über die genannten Problembranchen Detailhandel und Gastronomie hinaus wahrgenommen wird. Der Berufsverband SVA hat den Anspruch, seinen Mitgliedern ein vielgefächertes Weiterbildungsprogramm anzubieten. Gut geschulten und weitergebildeten MPA steht somit das Recht auf eine zeitgemässe Entlöhnung zu. 

 

 

Informationen aus der Bildungskommission

Unsere Seminare und z. Z. 33 unterschiedliche Tages-Kursangebote werden rege besucht. Den Fokus richten wir dieses Jahr auf das vielfältige Diabetes-Kurs-Angebot. Nebst den Diabetes-Seminaren (neu auch in Winterthur) führen wir einen Diabetes-Grund- und -Kochkurs wie auch einen Diabetes-ERFA- und den Refresh-Tag.

Berufsbildende stehen vor der Herausforderung, ihre Ausbildung im Lehrbetrieb der neuen Bildungsverordnung anzupassen. Ihnen wird empfohlen, sich dafür in einem praktischen Workshop fit4BiVo2019, Neuerungen in der Sprachstundenassistenz fit zu machen. Wer sich manchmal unsicher beim selbstständigen und eigenverantwortlichen Assistieren bei ambulanten Eingriffen in der Arztpraxis fühlt, besucht am besten die fünftägige Weiterbildung Kleinchirurgische Eingriffe: Assistenz in der ambulanten Praxis. Ebenso im Angebot stehen eine ganze Palette von unterschiedlichen Röntgenkursen, ein beliebter Tarmed-Kurs, Kurse über Qualitätssicherung in der Patientenapotheke oder im Labor und neu auch ein Workshop Trauer in der Arztpraxis. Das Jahr 2019 neigt sich bereits wieder dem Ende und somit dem Mitarbeitenden- oder Fördergespräch zu: Für Ihre Vorbereitung bieten wir den interessanten Workshop geschicktes Verhandeln im Qualifikationsgespräch an. Künftig bieten wir unterschiedliche Kommunikationskurse mit verschiedenen Schwerpunktthemen an, beispielsweise Kommunikation und Triagierung, mit deren Teilnahme auch die Zutrittsbedingungen für die Diabetes-Seminare erfüllt werden, sofern nicht die MPK-Weiterbildung absolviert wird.  

Immer beliebter werden unsere massgeschneiderten Inhouse-Kurse, wir nehmen die Herausforderung gerne an.

Ich freue mich auf Ihre Wünsche, Anregungen und Ihre Feedbacks. Nichts ist uns wichtiger, als am Puls Ihres Herzens und der Zeit zu sein.

doriSchütz, Bildungsverantwortliche SVA

 

 

Sonnencreme-Mythen

Immer öfter – besonders in den sozialen Medien – lesen sich Behauptungen, dass Sonnencreme nichts nützt und nur ein Marketinginstrument der Industrie ist. Dies verunsichert viele Menschen. Die Krebsliga rät zur Benutzung von Sonnencreme als ergänzende Schutzmassnahme zu Schatten, Hut, Sonnenbrille und Kleidung.

Den meisten Menschen ist bewusst, dass sie sich vor zu viel UV-Strahlung schützen sollten. Tun sie dies nicht, folgt bald der schmerzhafte Sonnenbrand – womit das Risiko für eine Hautkrebserkrankung zunimmt. Die Haut vergisst nie: Denn nicht alle durch UV-Strahlen beschädigte Zellen, können vom Körper repariert werden. Sie können entarten, sich unkontrolliert vermehren und dadurch Hautkrebs verursachen. Vermehrt finden sich online Beiträge, die vor der Gefahr von Sonnencreme warnen. Sie soll Hautkrebs sogar hervorrufen, wird verkündet. Doch stimmt dies?

Nutzen von Sonnencreme wissenschaftlich belegt
Nach aktuellem Wissensstand ist der Nutzen von Sonnenschutzmitteln grösser als mögliche Risiken. Dermatologen, das Bundesamt für Gesundheit und die Krebsliga empfehlen die konsequente Anwendung von Sonnenschutzmittel, als Ergänzung zum Aufenthalt im Schatten, Sonnenbrille, Hut und dem Tragen von Kleidung. Die Fachpersonen der Krebsliga sind stetig daran die neuesten unabhängigen Forschungsergebnisse zusammenzutragen, um die besten Empfehlungen zur Vermeidung von Hautkrebs herausgeben zu können.

Lesen Sie weiter auf der Webseite der Krebsliga.

 

 

Rheumatologische Pilotpraxen gesucht!

Arbeiten Sie in einer rheumatologischen Arztpraxis? Haben Sie Interesse, Beratungen für Arthritis- und Osteoporose-Betroffeneanzubieten, um deren Selbstmanagement-Kompetenzen zu fördern?

Im Rahmen des Pilotprojekts KOMPASS werden interessierte Pilotpraxen gesucht. KOMPASS ist ein Projekt der Rheumaliga Schweiz und erhält Unterstützung durch die Projektpartner SVA, die Schweizerische Gesellschaft für Rheumatologie (SGR) und Careum Weiterbildung. Nach der Weiterbildung im MPK-Rheuma-Modul und gezielten Weiterbildungstagen zu den Beratungskonzepten "Arthritis" und "Osteoporose" werden Sie bereit sein, Betroffene in Ihrer Praxis zuberaten. Die Finanzierung der Weiterbildung wird im Rahmen des Pilotprojekts durch die Projektpartner getragen. Für Sie entstehen keine weiteren Kosten. 

 

 

Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgungsämter BWL: Heilmittel

Die Meldestelle hat zum Ziel, Lieferunterbrüche bei Medikamenten rasch zu erfassen und Massnahmen zur Sicherung der Versorgung der Patienten zu ergreifen, wenn die Wirtschaft die Situation nicht mehr eigenständig bewältigen kann. Die von der Meldepflicht betroffenen Medikamente sind in der entsprechenden Verordnung definiert.

Sie finden eine Übersicht über die aktuellen Versorgungsengpässe im Heilmittelsektor, welche uns gemäss Verordnung über die Meldestelle für lebenswichtige Humanarzneimittel (SR 531.215.32) gemeldet wurden. Aufgeführt sind auch allfällige Handlungsvorschläge sowie von Bundesseite ergriffene Massnahmen.

Publikation Versorgungsengpässe (PDF)

 

 

Online-Handbuch der Suchtmedizin

Ist ein Suchtpatient in einer Hausarztpraxis in Substitutionsbehandlung, sind es in der Regel Sie als Medizinische Praxis-Fachperson, die ihm regelmässig das Methadon abgeben. Sie begleiten Suchtpatienten und können am ehesten feststellen, wenn sie sich anders verhalten oder anders reagieren als üblich. Treten dabei Fragen auf, finden Sie auf dem Portal www.praxis-suchtmedizin.ch Antworten.

Dieses Online-Handbuch besteht aus den Kapiteln Alkohol, Cannabis, Designerdrogen, Geldspiel, Heroin, Kokain, Medikamente und Nikotin. In jedem dieser Kapitel finden Fachpersonen aus der Grundversorgung Hilfestellungen und Handlungsanleitungen.

www.praxis-suchtmedizin.ch ist aber mehr als ein Nachschlagewerk: Wer bei einer suchtmedizinischen Frage nicht weiterkommt, kann sich an den E-Mail-Auskunftsdienst der Plattform wenden.

Newsletter Sucht und Newsletter NCD

Mit den beiden Newslettern vom Bundesamt für Gesundheit bleiben Sie zur Prävention von nichtübertragbaren Krankheiten (NCD) und zur Suchtprävention informiert.

 

Schweizerischer Zentralverein für das Blindenwesen

Rund 50'000 Menschen in der Schweiz sind hörsehbehindert oder taubblind. Sehen und Hören sind zwei zentrale Sinne. Sind sie beeinträchtigt, erfahren betroffene Menschen vielfältige Einschränkungen im Alltag. Der Schweizerische Zentralverein für das Blindenwesen SZBLIND setzt sich dafür ein, dass Menschen mit Hörsehbehinderung und Taubblindheit ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen können.

Gemeinsam etwas unternehmen, miteinander etwas erleben, zusammenkommen und sich austauschen – all das ist Lebensqualität. Es schützt vor Isolation, Ausgrenzung und depressiven Verstimmungen. Zugleich wachsen durch gemeinsame Aktivitäten bei hörsehbehinderten und taubblinden Menschen Kreativität, Selbstvertrauen und gegenseitiges Verständnis. Unter Gleichgesinnten fühlt man sich zugehörig, ist für einmal nicht anders und muss sich nicht erklären. Daher organisiert der SZBLIND spezielle begleitete Bildungs- und Freizeitangebote. Diese umfassen unter anderem Ateliers und kreative Kurse.

 Heidi Peyer ist stolz auf ihr selbstgefertigtes Windlicht.

 

 

Innovation Qualité: Der Preis für Qualitätspioniere

Was benötigen Patientinnen und Patienten, um gesund zu bleiben oder um gesund zu werden? Und was benötigen Gesundheitsfachleute, um besser arbeiten zu können? Projektteams, welche die Antworten auf diese Fragen kennen, sollten sich für die «Innovation Qualité» bewerben, denn von ihren Qualitätsideen soll das gesamte Schweizer Gesundheitswesen profitieren.

Die Auszeichnung der Schweizerischen Akademie für Qualität in der Medizin SAQM prämiert praxiserprobte Qualitätsprojekte im Schweizer Gesundheitswesen, vernetzt Vordenker im Bereich medizinische Qualität aus verschiedenen Disziplinen und Berufen und honoriert das vielfältige Qualitätsdenken in der Schweiz.

 

 Logo Innovation Qualité

 

 

SAVE THE DATE!

Der Davoser Kongress geht in die 49. Runde: Vom 25. – 27. Oktober 2019 findet der nächste Davoser Kongress statt. Mit dem Thema «Science-Fiction oder schon Realität?» wird auch in diesem Jahr Fortbildung auf höchstem Niveau geboten. Verbringen Sie mit Kollegen und Kolleginnen ein paar lehrreiche Tage in der Alpenstadt Davos. Übrigens: Der Kongress eignet sich auch ideal als Teamausflug für die ganze Praxis.

 

 

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