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MPA-QV 2020
01.05.2020
Seit Tagen beschäftigt ein Bildungskrimi alle Branchen in der Schweiz: Müssen die Lernenden – aktuell im 3. Lehrjahr – ein QV absolvieren oder nicht?
Ein vom Bundesrat eingesetztes nationales Steuergremium hat sich mit der Frage befasst und drei Vorschläge für verschiedene Varianten (nur Erfahrungsnoten zählen, praktische Fächer werden geprüft, Betriebe geben einen Bericht ab) erarbeitet. Die OdA MPA, bestehend aus FMH, SVA, ARAM und Schulverband hat sich für die Variante zwei entscheiden und damit dafür, dass die Fächer Bildgebende Diagnostik, Labor und Sprechstundenassistenz praktisch normal geprüft werden. Für alle Beruf verzichtet wird sowieso auf die Prüfungen in Berufskunde schriftlich, Fremdsprache und Allgemeinbildung, bei den MPA noch auf die Betrieblichen Prozesse, hier zählen nur die Erfahrungsnoten.

Das SBFI hat die Anträge der OdA MPA respektiert, die Kantone TI, VD und ZH haben aber auf ihrem Entscheidrecht aufgrund der berufsbildungsrechtlichen kantonalen Hohheit im QV-Wesen bestanden und Ausnahmen für sich beansprucht. Sie haben die Variante 3 gewählt. Alle Ausbildungsbetriebe in diesen Gebieten werden also in den nächsten Wochen einen Erfahrungsbericht an die Behörden über die Kompetenzen ihrer Lernenden abgeben müssen. Der SVA findet dies potentiell arbiträr, also tendentiell mit der Möglichkeit der Willkür behaftet, positiv oder negativ, da die Arztpraxen und Berufsbildnerinnen nicht gewohnt sind – wie zum Beispiel die Betriebe mit kaufmännischen Lernenden – Bildungsberichte über die praktischen Leistungen ihrer Lernenden zu verfassen. Darauf muss man während einer ganzen Ausbildungsdauer vorbereitet sein.

Der SVA hat deshalb der in diesem Krimi federführenden Bildungsdirektorin des Kantons Zürich einen Brief geschrieben. Lesen sie ihn in der Beilage.